Antwort auf Meike Stoverock s „Female Choice“

Kritische Rezension

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6 Gedanken zu “Antwort auf Meike Stoverock s „Female Choice“

  1. Hexit

    Sehen wir es mal so: Da will eine Frau Doktor Biologin jetzt auch auf der Feminismus-Welle mitschwimmen und dafür die „Female Choice“ hypen. Ist doch gut? Dazu gibt es schon Kritik, z. Bsp.: https://www.zeit.de/2021/09/der-verkaufte-feminismus-kapitalismus-hype-profitabel-beate-hausbichler Ich bin leider noch ein bisschen schlimmer als Hausbichler und sage sogar, dass dabei alles, was mit Fem- zu tun hat, oft genug nicht einmal verkauft wird, sondern verramscht.
    Wer sich ausgiebig genug durch die Ver- und Behältnisse der menschlichen Biotope der letzten Phase der Menschheit gearbeitet hat, konnte mitbekommen, wie leichfertig alles, was mit Fem- und Frau und Weib usw in Verbindung gebracht werden konnte, auf dem Markt im Preis gedrückt wurde und wird, wenn nicht noch Schlimmeres, denn soviel Achtung brachte man auch der besten aller … nicht unbedingt entgegen.
    Ist eine jedoch mit ausreichend Stockholmsyndrom gesegnet, fällt es ihr wenigstens nicht so auf.

    Zum Hype zitiere ich jetzt mal Ehrenfelds Schlussatz: „Hype can come back to bite you.“ Weil es auch auf andere „Hypes“ zutrifft: https://www.youtube.com/watch?v=7HJLEiNeJDY
    Extinction reversal? Don’t count on it: David Ehrenfeld at TEDxDeExtinction

    P.s. Damit verbleibe ich erst mal für heute. Die weiteren Ausführungen sprengen schon wieder bei weitem den Rahmen eines Kommentars. Vielleicht an anderer Stelle mehr. Wollte nur schon mal wenigstens gegrüßt haben (das letzte Mal hatte ich ihnen 2016 eine Mail geschickt, wie mir neulich beim Durchstöbern alter Notizen auffiel).
    HL

      1. Vielen Dank an beide – Hexit und Gabriele – für diese Kommentare. Ich bin froh, dass Gabriele der Patriarchatsforschung treu bleibt, die Holzwege des Feminismus klar benennt und sie so viel Mühe bei der Analyse des Buches von Stoverock gemacht hat. Im übrigen halte ich es nicht für Feminismus. Es ist tatsächlich nur noch ein Label und es wird zunehmend peinlich, sich überhaupt Feministin zu nennen. Denn in den sich als Feministin feiernden Kreisen möchte ich persönlich mich nicht mehr verorten.

  2. Nina

    Wow. Das ist sehr ausführlich. Letztendlich dreht sich das patriarchale Hirn immer um die Bedürfnisse des Mannes. Jedoch nur um die ab dem Zeitpunkt seiner Geschlechtsreife. Auch dieses Buch zeigt es wieder auf. Grundsätzlich scheinen alle Frauen irgendeinem Herrn dienen zu wollen. Ob einer Instution, einem Mann, einem Arbeitgeber, oder den patriarchalen Eltern (wo die Mutter ihre Identität vom Mann abhängig macht). Es gibt im Westen eine grundsätzliche Verweigerung vom Kinde aus zudenken. Jede Mutter weiß: Das Kind kennt keinen Vater!

    Ich war mal so mutig und habe nach Jahren meinen Vater angerufen (sehr netter und reflektierter Mann btw. der mir den Arsch gerettet hat, denn meine Mutter ist schwer patriarchal traumatisiert). Ich habe gesagt: „Kein Vater kann ausschließen, dass wenn er gedankenverloren „seine“ geschlechtsreife Tochter sieht, er nicht sexuell erregt wird“. Meinem Vater blieb die Spucke weg. Er sagte nichts dazu. Denn er lügt nie.

    Ich bin im Zuge der Entpatriarchose dazu übergangen mit Frauen grundsätzlich nicht mehr über Personen oder Gruppen zu sprechen, die in ihrem Verstand patriarchal über ihnen stehen: Es ist zum Verzweifeln. Ich verbringe auch mehr Zeit mit Männern, da diese eher bereit sind darüber nachzudenken. Das „arme“ Mann oder der „treusorgende Gott/Staat“ Syndrom hängt mir zum Hals raus. Die Pyramide wird theoretisch erkannt, aber eine Übertragung auf das Hier und Jetzt und entsprechende darauf ausgebildete kollektive Strukturen negiert, sobald es den „Glauben“ (Sicherheitsgefühl) tangiert.

    Ich stimme dir als Soziologin zu der Bedürfnispyramide im größten Teil zu. Aber ich weiß auch: Männer (oder Männchen) üben das konkurrieren schon im Kindesalter. Das wird durch das Vorhanden sein des Vaters, dem die Mutter hörig ist bereits unterdrückt. Im Westen zusätzlich im Kindergarten und in der Schule. So sichern sich die oberen Männer, dass es keine ernsthafte Konkurrenz gibt. Das Konkurrieren dient männlichen Säugetieren zum einen zum „balzen“, zum anderen zum lernen die Gruppe zu schützen. Ersteres sollte eigentlich von den Frauen koordiniert sein, damit der Mann/Sohn eine Orientierung hat. In der weiblichen Patriarchose geht der Schuss nach hinten los und die Männchen verstümmeln so über Generationen. Dann sind sie steuerbar und unattraktiv für die Frauen. Das verstärkt das Incel Problem. Abgesehen davon, dass in der Natur unvögelbare Männchen halt ignoriert werden. Und wenn sie frech werden, getötet. Im „arme Mann“ Syndrom, das die Tochter von der Mutter lernt, werden aber die Degenerierten gewählt. Was die Rassenreinheit gewährleisten soll und zu weiteren Degenerationen führt. Die Pille kehrt zu dem das „Beuteschema“ der Frau um, so dass sie ihren „Bruder“ attraktiv finden.

    Ich sehe nach wie vor das Problem der Sachlichkeit. Und dem fehlenden Fokus auf sichtbarem Verhalten bei anderen Säugetieren. Alle wollen Männer retten. Hat jemand die eigentlich mal gefragt, ob sie ihre degenerierte Kollegen vermissen würden? Denn wenn dem Mann schon zu Fuße lügen, dann sollte doch gewusst werden, ob die es so toll finden, dass A) ihr Weg nach oben durch Patriarchose der Frau erschwert wird B) alles für den Herrn heute zu kaufen ist (Kinder,Frauen) und C) es ihnen komplett verboten wird zum Schutz der Frauen und Kinder zu agieren, wie es im Westen der Fall ist. Unterdrückung biologischer Bedürfnisse wird sich im Frauenhass weiterhin niederschlagen. Aber die Realität zur Männlichkeit ist für viele unaushaltbar. Dabei versuchen Männer es ständig zu vermitteln: „Wir funktionieren eigentlich sehr einfach“. Für die patriarchale Frau unaushaltbar. Denn das hiesse: Sie ist weitsichtiger, intelligenter und bedeutungsvoller. Der arme Mann!

  3. Pingback: Female choice – unser unbekanntes Menschenrecht – Wahrscheinkontrolle

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