Petition: Keine weiteren EU-Gelder für die Entwicklung der sog. künstlichen Gebärmutter

Hier können Sie meine Petition unterschreiben:
https://www.openpetition.eu/petition/online/keine-weiteren-eu-gelder-fuer-die-entwicklung-der-sog-kuenstlichen-gebaermutter

Bild: Exhibition ‘Chronic Health: If not us then who?’ by Waag is licensed under CC BY-NC-SA 2.0

Was wird da von der EU gefördert?

Es handelt sich hier NICHT um ein künstliches Organ, das der Mutter eingepflanzt werden könnte, sondern um einen Gebär-Roboter.
Unter Federführung der Universität Eindhoven (Niederlande) wird an der Entwicklung der sog. KÜNSTLICHEN GEBÄRMUTTER geforscht. Der Projektkoordinator Prof. Guid Oei (Technische Universität Eindhoven) sagte in einer Pressemitteilung:

„Es ist unser Ziel, extrem frühgeborenen Babys mit unserer künstlichen Gebärmutter dabei zu helfen, die kritische Zeit von 24 bis 28 Wochen zu überstehen … Mit jedem Tag, an dem sich in einer künstlichen Gebärmutter ein Fötus von 24 Wochen entwickelt, steigen seine Überlebenschancen. Wenn wir in der Lage sind, die fetale Entwicklung dieser Kinder in der künstlichen Gebärmutter auf 28 Wochen zu verlängern, können wir das größte Risiko einer vorzeitigen Sterblichkeit auf 15 % reduzieren.“

Quelle: https://cordis.europa.eu/article/id/411541-brave-new-world-artificial-womb-prototype-offering-hope-for-premature-babies/de

Wieviel Geld fließt bereits?

Die EU fördert das Projekt mit einem Gesamtbudget von 2 876 131,25 EURO.
Diese Summe verteilt sich auf die Projektbeteiligten wie folgt:

  • Technische Universität Eindhoven (Niederlande), EU-Beitrag € 792 500
  • Universitätsklinikum Aachen (Deutschland), EU-Beitrag € 831 943,75
  • Lifetec Group BV (Niederlande), EU-Beitrag € 451 875
  • Politecnico di Milano Italien, EU-Beitrag € 400 000
  • Nemo Healthcare BV (Niederlande), EU-Beitrag € 399 812,50

Quelle: https://cordis.europa.eu/project/id/863087/de

Das Projekt startete am 1. Oktober 2019 und endet am 30. September 2024 und wird für die Dauer von zunächst 5 Jahren gefördert. Es ist zu erwarten, dass nach Ablauf der Förderdauer, also in gut drei Jahren, ein neuer Antrag gestellt werden wird.

Die niederländische Zeitung „Eindhovens Dagblatt“ veröffentliche ein Foto von der Vorstellung des Entwurfes der künstlichen Gebärmutter. Sehen Sie selbst: https://www.ed.nl/economie/miljoenen-om-eindhovense-kunstbaarmoeder-verder-te-ontwikkelen~abb38260/

Worum geht es und mit welchen Auswirkungen ist zu rechnen?

Worum geht es?

Die „künstliche Gebärmutter“ bedeutet, dass ein normalerweise nicht lebensfähiger Fötus oder gar Embryo in einem dem Uterus nachempfundenen Gerät heranwächst, dabei über Schläuche mit Nährstoffen und Antibiotika am Leben gehalten und nach Abschluss der Prozedur aus ihr entnommen wird. Menschliche Geborgenheit, dem Kind im Mutterleib über zahllose, großenteils noch unbekannte Stoffe und über Geräusche vermittelt, und das natürliche Miterleben des Lebens der Mutter finden dabei nicht statt, auch wenn es über die fleischfarbene Beleuchtung und Lautsprecher versucht wird zu simulieren. Die Sterblichkeit eines solchen Fötus wird als (Zitat) „größtes Risiko“ angesehen und läge bei nur 15%. Diese Zahl wäre reine Prophetie, wenn nicht möglicherweise schon Menschenversuche unternommen worden wären.

Gesundheitliche Auswirkungen

Die Evolution hat mit der Mutter und ihrem Körper optimale Voraussetzungen hervorgebracht, ein gesundes Kind zur Welt kommen zu lassen. Die Entstehung eines Kindes wird in der Natur maßgeblich von der Female Choice der Frau initiiert und während der Schwangerschaft von der Cryptic Female Choice begleitet. Dabei entscheidet sie bzw. ihr Körper, ob, wie und wann das Kind zur Welt kommt. Das grundlegendste Menschenrecht ist, von einer Mutter ausgetragen und geboren zu werden! Dazu gehört untrennbar auch das Recht, in Würde zu sterben.

Es sind bei weitem nicht alle Wirkungen des mütterlichen Körpers und seiner Abläufe sowie der Lebensführung der werdenden Mutter (Epigenetik) auf das Kind erforscht. Alle diese Wirkungen sind für das Kind existentiell und gehören zusammen. Das Fehlen eines dieser „Bausteine“ verursacht Schäden am Kind. Es ist zu erwarten, dass während der gesamten Zeit, die der Fötus in der „künstlichen Gebärmutter“ verbringt, auch während seiner Entnahme und danach Tests durchgeführt werden. Dabei kann die Maschine nur nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“ weiterentwickelt werden. Niemand kann die Qual des Kindes dabei messen.

Es ist bekannt, dass Kinder, die mittels Reproduktionsmedizin Welt kommen, signifikant mehr gesundheitliche Probleme haben. https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-09/kuenstliche-befruchtung-zeugung-kinderwunsch-fortpflanzung-kinder-gesundheit
Die Natur mit ihrer Cryptic Female Choice beendet eine Schwangerschaft nicht umsonst häufig vorzeitig. Ärzte können Schäden weder voraussagen, noch kennen sie ihre Patientinnen und deren Verfassung gut genug, um die Entscheidung für diese Methode treffen zu können. Sie werden sich selbst vertraglich absichern. Alles andere wird auf Treu und Glauben ablaufen. Ein durch solche Menschenexperimente geschädigtes Kind wird lebenslang Medikamente und Hilfsmittel brauchen, ohne jede Aussicht auf Heilung.

Gesellschaftliche Auswirkungen

Abgesehen von den erheblichen gesundheitlichen Risiken wird die Zulassung der sog. künstlichen Gebärmutter ebenso unkontrollierbare gesellschaftliche Auswirkungen haben.

Es ist vorhersehbar, dass versucht werden wird, immer jüngere Föten oder gar Embryos künstlich aufzuziehen. Die Lücke, die bisher zwischen künstlicher Befruchtung und dem Brutkasten besteht – künftig vielleicht der „künstlichen Gebärmutter“ mit einem Fötus darin – kann dann geschlossen werden. Die Mutter wird so auf das Ei reduziert. Die willkürliche Verabschiedung von der Female Choice macht Männer auch von Frauen unabhängig und das Kind zum Design-Objekt. Die Menschenzucht wäre damit perfektioniert. Dieser Eingriff in die Evolution und seine gesellschaftlichen Folgen sind nicht zu überblicken und daher eine inhumane Verantwortungslosigkeit. Diese Risiken zu verharmlosen oder zu leugnen ist Größenwahn.

Schon jetzt kontrollieren Teile der Wirtschaft die Politik. Die Technologie der „künstlichen Gebärmutter“ wird zu einer Machtverschiebung führen. Siehe nächster Tab „Berechtigte Angst vor Hoch-Risiko-Forschung“.

Fragwürdiger „Lebensschutz“

Den sog. Lebensschützern liefert die sog. künstliche Gebärmutter ein neues Argument: Abtreibung sei nun zu verbieten, weil das Kind ja auch außerhalb des Körpers weiterwachsen könne. Auch würde die Mutter im Falle einer Frühstgeburt nicht mehr mitreden dürfen. Aus einer Option, die die „künstliche Gebärmutter“ scheinbar anbietet, würde dann Zwang.
Eine Frau, die eine Abtreibung wünscht, würde dann gezwungen, sich einer riskanten Bauchoperation unterziehen, die eine Kaiserschnitt-Narbe hinterließe und mit Risiken für eine spätere Schwangerschaft behaftet wäre. Sie müsste damit leben, dass ihr Kind gegen ihren Willen gezüchtet würde und von fremden Eltern großgezogen wird. Wie es dem Kind damit ginge, ist dabei „egal“. Es ist auch vorhersehbar, dass daher wieder mehr heimliche, riskante Abtreibungsversuche unternommen würden.

Kriminelle Energien entfesseln

Ist diese von ihrem Wesen her sowieso schon missbrauchende Technologie (vorgeburtlicher Missbrauch) erst einmal in der Welt, werden Kriminelle sie übernehmen, denn der Markt verspricht exorbitante Gewinne. Schwangeren könnten die Babys aus dem Leib gerissen werden, um reichen Kinderlosen zu einem Kind zu verhelfen, so wie es heute schon beim illegalen Organhandel passiert. Jeder Päderast könnte sich so sein Kind selbst generieren, ob es gesund ist oder nicht, wäre dann auch „egal“. Frauen könnten engagiert werden, ihren kleinen Embryo gegen Geld herzugeben, was die Leihmutterschaft attraktiver und noch lukrativer macht mit noch mehr Schwangerschaften in immer kürzerer Zeit. Das „falsche“ Geschlecht kann dann einfach im Müll entsorgt werden. Schließlich könnten selbst die unbefruchteten Eier der Frau gewaltsam entrissen und/oder verkauft werden.

Die Überbevölkerung auf der Erde geht bereits auf das Konto der gewaltsamen Aushebelung der Female Choice durch die unnatürliche, patriarchale Lebensweise. Die Reproduktionsmedizin führte in vielen Ländern zu Frauenmangel durch vorgeburtlichen Gynozid. Die „künstliche Gebärmutter“ kann dem weiter Vorschub leisten.

Die Reproduktionsmedizin treibt die Abschaffung der Mutter weiter voran und stilisiert sich als Wohltäter. Die Normalität der totalen Technisierung des Körpers wird in Salami-Taktik in die Köpfe implementiert. Eine Welt ohne Mütter macht dem Patriarchat den Weg frei.
Die misogyne Ausbeutung des Frauenkörpers wird mit der „künstlichen Gebärmutter“ nicht überwunden, sondern weiter verschärft. Das bevorstehende Leid der betroffenen Menschenkinder ist unermesslich.

Lebende Mäuse von der Befruchtung an

Im März 2021 präsentierten ForscherInnen vom Weizmann Institute of Science in Israel im Nature-Magazine lebende Mäuse, die in einer künstlichen Umgebung von der Befruchtung an gezüchtet wurden. Die New York Times berichtet weiter:

„Aber die Arbeit könnte schließlich über Mäuse hinausgehen. Zwei weitere Veröffentlichungen, die am Mittwoch in Nature veröffentlicht wurden, berichten über Versuche, die auf diese Weise in die Nähe von frühen menschlichen Embryonen kommen. Natürlich, sagte Dr. Meissner, ist die Erzeugung menschlicher Embryonen noch Jahre entfernt – wenn es überhaupt erlaubt ist. Derzeit sehen Wissenschaftler im Allgemeinen davon ab, menschliche Embryonen über 14 Tage nach der Befruchtung hinaus zu untersuchen.“ (Übersetzt aus: https://www.nytimes.com/2021/03/17/health/mice-artificial-uterus.html)

Lebende Lämmer ab dem 105. Trächtigkeitstag (Beschränkung aufgrund des Tierschutzgesetzes)

2017 wurde das sog. BioBag System des Teams um Alan W. Flake vom Children’s Hospital in Philadelphia in der Presse mit bereits fertigen, lebenden Lämmern präsentiert.

„Wir haben 5 Föten von 105 bis 108 Trächtigkeitstagen 25–28 Tage lang und 3 Föten von 115 bis 120 Trächtigkeitstagen 20–28 Tage lang untersucht. Die längsten Läufe wurden nach 28 Tagen aufgrund von Einschränkungen des Tierprotokolls und nicht aufgrund von Instabilität beendet, was darauf hindeutet, dass die Unterstützung dieser frühen Föten über 4 Wochen hinaus beibehalten werden könnte.“ (Übersetzt aus: https://www.nature.com/articles/ncomms15112)
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Bild: Partridge, E., Davey, M., Hornick, M. et al. An extra-uterine system to physiologically support the extreme premature lamb. Nat Commun 8, 15112 (2017). https://doi.org/10.1038/ncomms15112. Creative Commons Attribution 4.0 International license.

Der rettende Strohhalm? Alles umfassend durchdacht?


S
o sehr das Anliegen nachvollziehbar wäre, ergeben sich bei genauerer Betrachtung ethische Fragen und Zweifel. Unter Vorspiegelung, das Leid von Eltern lindern zu wollen, wird auf Kosten unschuldiger Kinder geforscht. Anstelle Probleme zu lösen, wird neues Leid geschaffen.
Das Technikprojekt „künstliche Gebärmutter“ gaukelt leidenden Menschen einen rettenden Strohhalm vor. Das ist zynisch!
Leider ließ sich die Politik von Lobbyisten überzeugen und verschwendet Millionen von Steuergeldern dafür. Ethikräte, die solches durchwinken, legimitieren ein Verbrechen an der Menschheit.
Auf der Facebook-Seite des Máxima Medisch Centrum gab es anscheinend nur Applaus für das Projekt. Eine Antwort darauf, ob berücksichtigt worden sei, was es mit der Bindung von Mutter und Kind mache, wenn sich das Baby wochenlang in einer künstlichen Gebärmutter befände, und welche psychischen Folgen es in späterem Alter gäbe, wenn das Kind wochenlang von einem unnatürlichen Uterus umgeben sei, wurde vom Máxima Medisch Centrum knapp beantwortet: „Ja, das wurde berücksichtigt.“

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