Zum Artikel „Gleichstellung – die beste Entwicklungshilfe“ im „Spektrum der Wissenschaft“ Heft 12/2017


Zum Artikel „Gleichstellung – die beste Entwicklungshilfe“ im „Spektrum der Wissenschaft“, Heft 12.17, S. 56-61 von Ana L. Revenga und Ana Maria Munoz-Boudet.

Ich möchte zunächst zwei Sätze aus demselben Artikel gegenüberstellen:

“Die Trends beruhen auf Vorurteilen über vermeintlich typisch weibliche und männliche Tätigkeiten: Frauen sind angeblich von Natur aus fürsorglicher, Männer geeigneter für körperliche Arbeit und Führungsaufgaben“ (S. 59)

sowie

„Drittens: Frauen an die Macht! Sobald nicht mehr Männer etwas zu sagen haben, verschieben sich politische Initiativen und finanzielle Ausgaben fast automatisch hin zu Themen wie Hygiene, Gesundheit und Schulbildung“ (S. 58).

Immer wieder weisen AutorInnen der Gender Studies, zu denen diese beiden Weltbank-Mitarbeiterinnen gehören, auf angebliche Rollenklischees hin. Sie selbst führen hier unbeabsichtigt den Nachweis, dass es sehr wohl Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. Frauen denken sozialer und der evolutionäre Grund dafür ist ihre Gebärfähigkeit und nicht die Festlegung durch patriarchalische Strukturen. Es gibt in der Tat Ausnahmen, die jedoch die Regel bestätigen.

Familien- neudeutsch Carearbeit muss gemacht werden, sie ist elementar und überlebenswichtig. Ich verweise auf die Stellungnahme des Fachausschusses Sozial- und Beschäftigungspolitik des Bayerischen Frauenrates vom 15. April 2016:

“Auch wenn die schon im Bruttoinlandsprodukt (BIP) erfasste Haushaltsproduktion in Höhe von 102 Mrd. Euro berücksichtigt wird, entsprach die Bruttowertschöpfung der Haushalte in Höhe von 718 Mrd. Euro derjenigen der deutschen Industrie und der Bereiche Handel, Gastgewerbe und Verkehr zusammen.“ (Aus: Bayerischer Landesfrauenrat „Who cares??? Wer macht’s – Wen kümmert’s – Wer bezahlt’s?“ https://www.lfr.bayern.de/aktuelles/stellungnahmen/neue/32249/index.php abgerufen am 8.1.2018)


Es ist nicht nur ein Faktum, dass Männer diese Tätigkeiten aufgrund ihrer Veranlagung weniger gerne ausüben, sondern es ist auch gefährlich, diesen extrem wichtigen und verantwortungsvollen Bereich Männern zu überlassen, die ja in der Vergangenheit bewiesen haben, dass sie dort nicht lange durchhalten und auch versagen. Das ist zugegeben eine Verallgemeinerung, aber sie beruht auf Trends, die die Autorinnen auch selbst feststellen:

„Schwedische Papas bekamen persönlichen, nicht übertragbaren Urlaub, was sie veranlasste, tatsächlich mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Laut Studien bleiben diese Männer dauerhaft in die Erziehung ihrer Kinder involviert, verabschieden sich aber allmählich von anderen Haushaltspflichten, sobald der Elternurlaub endet“ (S. 59).

Die Trennung von Kindererziehung und Haushaltsarbeit, wie sie die Autorinnen hier vornehmen, entspricht nicht der Lebenswirklichkeit. Jede Mutter weiß, dass das nicht klar zu trennen ist, die Grenzen sind fließend. Das schwedische Beispiel zeigt, dass Väter Rechte an ihren Kindern nicht abgeben, aber die entsprechenden Pflichten nicht wahrnehmen wollen. Wir leben nun einmal im Patriarchat, das Bestand hat, solange die Vaterschaft einen Wert darstellt. Dieser Wert besteht allein darin, dass Väter durch ihre pure Existenz ihre Kinder auf das Patriarchat einnorden. Dieses System ist die u.a. Ursache der enormen Gewalt in der Familie und jeglicher anderer Gewalt. Väter verdrängen auch all die männlichen Bezugspersonen, die Kinder in der rein mütterlichen Linie haben könnten.

Die Situation in den Entwicklungsländern beruht auf den gleichen Einstellungen, die die Autorinnen an den Tag legen. Die Diskriminierung von Hausfrauen ist ihr Ding. Die Bevormundung von Frauen seitens der Gender Studies, nämlich die Aufforderung, mehr in Männerberufe zu drängen, zeigt, wie sehr diese Ideologie in patriarchalischen Denkweisen verhaftet ist. Sie dient allein der Wirtschaft, nicht den Frauen. Die Autorinnen selbst werten nicht nur Männerberufe höher, sie fordern auch keine Gleichstellung sämtlicher weiblicher Arbeit. Wo bleibt die Forderung nach einem Müttergehalt und der Hochbezahlung der Pflegeberufe? Es ist klar, dass die Weltbank daran keinerlei Interesse hat.

Die Gender Studies wollen, dass Frauen wie Männer werden. Sie werden das Patriarchat damit nicht beenden, sondern weiter verschärfen in Richtung Mutterlosigkeit und Kapitalismus. Frauen an die Macht? Ich habe unter Angela Merkel, die kein Heer von Frauen sondern von Männern und die Kirche hinter sich hat, keinerlei Verbesserungen für Mütter feststellen können. Alleinerziehenden Müttern – das sind die, die sich dem Patriarchat entziehen – ging es nie schlechter. Die Kinderarmut war nie höher als heute. Hier versagt einmal mehr Vater Staat. Nie in der Geschichte der Bundesrepublik waren Mütter erschöpfter als heute. Auf der Strecke bleiben die Kinder, deren emotionale Rechte mit Füßen getreten werden, während sie an die patriarchalische Wirtschaft angepasst werden.

Das Land Ruanda, für das die Autorinnen einen sensationellen Abgeordneten-Anteil von 61% feststellen, wurde seit 1998 in dem bis heute andauernden Zweiten Kongokrieg von patriarchalischen Stammesführern an die Wand gefahren. Es waren am Ende auch nicht mehr genug Männer da, die eine Regierung bilden konnten. Das allein ist die Ursache, dass Frauen dort nun verstärkt an der Macht sind. Ihr Leidensdruck war so hoch, dass sie erkannt haben, dass Politik vor allem urweibliche Züge tragen muss. Dass sie die Macht haben, das Patriarchat nachhaltig zu beenden, muss aber bezweifelt werden, denn das Patriarchat ist an das Dogma der Vaterschaft gekoppelt, das aufzugeben die meisten Männer nicht bereit sind und Frauen überwiegend nicht als Ursache des Übels erkennen.

Aufklärung über die verheerenden Nebenwirkungen der Vaterschaft findet weltweit nicht statt, schon gar nicht von seiten der Gender Studies. Gleichberechtigung führt paradoxerweise nicht zu Egalität, sondern vor allem zu einer Stärkung der Position der Männer. Die Diskussion um das sog. Wechselmodell, die bei der BTW2017 erschreckend wenig Pressebeachtung fand, hat das anschaulich gezeigt! Familie ist aber kein Gedöns, sondern die Basis des Patriarchats.
Weltweit beobachten wir einen Backlash des Patriarchats nicht nur in den Entwicklungsländern. Ursache sind weltweit nicht weibliche Tätigkeiten, sondern der Anspruch der Väter, der keine natürliche Grundlage hat, weshalb die Wirkung männlicher Arbeit im Patriarchat zu großen Teilen darin besteht, Natur und Umwelt zu bekämpfen. Die Weltbank, deren Mitarbeiterinnen die Autorinnen sind, ist übrigens keine Wohltätigkeitsorganisation, sondern trägt zur Verelendung und zur Umweltzerstörung bei, wie es attac schon lange anklagt: http://www.attac.de/neuigkeiten/detailansicht/news/lebensmittelkrise-iwf-und-weltbank-an-zynismus-kaum-zu-ueberbieten/

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Machen Männer Frauen krank? – Die wahren Zusammenhänge von Gesundheit, Familienstand und Arbeit


In den letzten Tagen ging durch die Sozialen Netzwerke eine Schlagzeile der Frauenzeitschrift ELLE-online: „Jetzt ist es wissenschaftlich bestätigt: Männer machen Frauen psychisch krank!“ Die Resonanz war groß; Frauen versahen den Artikel mit einem schallend lachenden Smily und schrieben, dass sie „es ja schon immer gewusst“ hätten, oder, dass sie „ohne Partner schon lange pumperlgsund“ seien. Indirekt schwang bei den Kommentaren mit, dass es ihnen nicht nur um Depression, sondern allgemein um Krankheit geht. Und auch ELLE-online scheint das so zu sehen, denn die Internetseite trägt den Titel „Männer machen Frauen krank“. Was die ELLE da so sicher macht, dazu kommen wir später. Wäre die Krankheit von Frauen aber nicht so ein schwerwiegendes Problem, dann hätte die Schlagzeile wahrscheinlich nicht eine so eine große Aufmerksamkeit erregt.

Ich beschäftige mich mit dem Thema Gesundheit schon sehr lange und sammle wissenschaftliche Artikel und Studien, die gesellschaftspolitische Relevanz besitzen. Daher weiß ich, dass solche Aussagen mit Vorsicht zu genießen sind. Das Thema hat in Wahrheit so viel Brisanz und ist so ernst, dass es geradezu fahrlässig ist, die Sache leichtfertig zu behandeln und einen „Scherz-Artikel“ daraus zu machen.

Frau mit den Händen vorm Gesicht
Photo by Melanie Wasser on Unsplash
Auch wenn es manche nicht wahrhaben wollen, es ist ganz allgemein eine Tatsache, dass wir Frauen in besonderem Maße leidgeprüfte Wesen sind. Frau und Leid sind fast schon synonym. Menstruationsschmerzen, PMS, Geburtsschmerzen, Wechseljahrsbeschwerden, Blasenentzündungen, Inkontinenz, Reizdarm, Endometriose, Fibromyalgie, Lymphödem, Thromboseneigung, Depressionen, PTBS, Panikattacken und so weiter. Manches ist Veranlagung, vieles ist Geburtsfolge, manches ist auf andere – manchmal sehr schlimme – Weise erworben. Fast immer hat es mit dem spezifischen Frauenleben zu tun. Es gibt aber auch Frauen, die nichts von alledem kennen, oder solche, die eine chronische Krankheit haben, welche keine Schmerzen verursacht und gut eingestellt ist. Unter den Berufstätigen gibt es einige von ihnen, die scheinbar schwerelos durchs Leben gleiten. Sie besitzen eine besonders gute Resilienz.

Um nur einmal im Leben ein Kind zu bekommen, hat manche Frau mitunter 40 Jahre lang, manchmal sogar noch länger, jeden Monat starke Schmerzen. Das durchschnittliche Alter bei der Menopause liegt bei 51 Jahren. Die Zahlen schwanken sehr. Jedenfalls verliert sie viel Blut und erleidet häufig einen folgenreichen Eisenmangel, der nur schwer auszugleichen ist und oft gar nicht diagnostiziert wird. Die Krankenkasse zahlt nur in seltenen Fällen. Von der leider immer noch peinlichen Kleckserei und Geruchsentwicklung, die es aufwändig zu verhindern gilt, ganz zu schweigen. Auch der Vater des Kindes zahlt kein Schmerzensgeld, und versucht manchmal sogar ihr das schwer erarbeitete Kind, an dem er so wenig Anteil hat, zu entreißen.

Was Natur ist, muss ausgehalten werden. Das ist die gerechte Strafe Gottes (welcher im Übrigen selbst ein gebärender Vater sein will)! Ja, wenn sie Schmerzen hat, ist sie selbst Schuld, es gibt doch Tabletten, und es soll ja wie gesagt Frauen geben, die das nicht haben. Was können denn Gesellschaft und Väter dafür?! Tatsächlich finden sich in einer Handtasche jede Menge Tampons, Binden, Schmerztabletten und andere Dinge, die der Frau das (Über-)Leben im Patriarchat ermöglichen. Die Gesellschaft hat sehr viel damit zu tun und der Frauenkörper ist ein kultureller Körper, dessen Integrität ständig infrage gestellt wird, ganz in Gegensatz zum männlichen.

Wenn Männer also tatsächlich Frauen krank machen, wie all die Leserinnen im Internet es spüren, dann sind Frauen schon sehr lange krank, nämlich ungefähr 8000 Jahre, und das muss sich in der Geschichte niedergeschlagen haben und nicht erst heute. Ein Blick in die Bibel und wir werden fündig. Eva wird nach dem Sündenfall mit Geburtsschmerzen bestraft, Adam dagegen mit Arbeit. Das ist interessant, denn heute bekommen Frauen nicht nur unter Schmerzen Kinder, sondern müssen zusätzlich auch zur Arbeit. So will es jedenfalls die Politik, die damit die Strafe Gottes sogar noch übertrifft. Das passiert ausgerechnet in einer Zeit, in der die Bevölkerung beginnt, umzudenken gegen den Zwang zur Arbeit und mit der Forderung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Diese Forderung hat bemerkenswerterweise mehr AnhängerInnen als die Forderung nach einem Müttergehalt und Mütterrente!

Die Katholiken gedenken der Madonna mit den sieben Schmerzen, der Schmerzensmutter immer am 15. September. Diese sieben Schmerzen beziehen sich aber im Wesentlichen auf den Leidensweg ihres Sohnes Jesus, an dem sie als Mutter natürlich mitleiden muss. Das erste Leid ist die Prophezeiung des Simeon, dass ihre Seele von einem Schwert durchbohrt werde. Leid und Mitleiden scheinen in der Maria eins zu sein. Das Schwert symbolisiert aber auch einen vollendeten Muttermord, wenn man so will, das Ende des Leids der Mutter und …den Endsieg des Patriarchats. Wir sehen an diesem Beispiel, dass das Patriarchat eine bizarre Logik verfolgt, die den Namen nicht verdient.

Madonna mit den sieben Schmerzen, Loretokapelle mit Schwarzer Madonna bei Bad Zurzach, eigenes Werk
Bild: Madonna mit den sieben Schmerzen, Loretokapelle mit Schwarzer Madonna (Hintergrund) bei Bad Zurzach/Schweiz (Gabriele Uhlmann)

Maria war höchstens 12 Jahre alt, als sie Jesus gebar. Denn im Judentum gilt ein Mädchen nur so lange als Jung(e)frau. Das Leid, das ihr selbst im erzpatriarchalischen Israel wegen ihrer unehelichen Schwangerschaft – aus einer Vergewaltigung und Kinderschändung – zuteil geworden ist, wurde durch die Lügengeschichte von Mariä Empfängnis vollverschleiert. Wo sie sonst geächtet und zu Tode bestraft worden wäre, muss sie nun „nur“ sieben Schmerzen erleiden, die mit denen ihres Sohnes identisch sind. Selbst Schuld ist sie, so die patriarchalische Denke! Ihr Leid hängt eindeutig mit Männern zusammen, nämlich mit ihrem Vergewaltiger und mit den Männern, die ihren Sohn hingerichtet haben. Mutterleid ist unbeschreiblich, und so manche zerbricht daran. Nicht so Maria, die später noch weitere Kinder bekommen wird, und als Schmerzensheldin gefeiert wird. Maria hält aus, Maria hält durch. Sie weint, aber nicht über sich selbst, sondern über ihren Sohn. Damit ist sie seit jeher ein Vorbild für alle Gläubigen, nicht aber für Frauen, die etwas verändern wollen. Im wahren Leben werden oder sind viele Frauen wegen einer Vergewaltigung oder Missbrauchs im Kindesalter erwerbsunfähig. In der Bibel wird stillschweigend davon ausgegangen, dass Joseph Maria ernährte.

In der weiblichen Literaturgeschichte heben sich besonders die Schwestern Charlotte, Emily und Anne Brontë ab, die in der ersten Hälte des 19. Jh. lebten und alle drei sehr früh starben. Ihre Bücher sind Denkmäler des Frauenleids ihrer Zeit. Schon ihre Mutter starb 38-jährig ein Jahr nach der Geburt von Anne. Die Gesundheit der Kinder litt unter der anschließenden Unterbringung im Pensionat, weshalb sie auch oft Zeit zu Hause verbrachten. Ihr Vater, ein Dorfpfarrer, verlangte von ihnen später, als Gouvernanten zu arbeiten, um ihrem Bruder Branwell das Studium zu ermöglichen. Sie hatten keine Freude an diesem Beruf, und litten unter den Arbeitsbedingungen, die sie körperlich und psychisch krank machten. Viel lieber wollen sie daheim und zusammen Autorinnen sein, aber dahin war es im frauenfeindlichen, victorianischen Zeitalter ein weiter Weg. Sie pflegten auch die kranke Kinderfrau bis an deren Lebensende. An ihrem eigenen Ende hatten sie nicht viel von ihrem Ruhm, der sich schließlich doch noch einstellte. Charlotte starb mit 39 während und wegen ihrer Schwangerschaft, Emily starb mit 30 an einer Lungenentzündung und Anne mit 29 an Tuberkulose. Ihr Vater überlebte alle seine Kinder (auch Branwell, 31) und wurde für die Zeit sehr alt. (vgl. Maletzke 2008) Wie wäre ihr Leben verlaufen, hätte die Mutter noch lange gelebt?
Anne, Emily, and Charlotte Brontë
Bild: Anne, Emily und Charlotte Brontë, Gemälde von Branwell Brontë, ca. 1834

In unserer modernen Welt der Hochleistungsmedizin stirbt nur noch ausnahmsweise jemand sehr früh und wer krank ist, hat trotzdem meist noch ein langes Leben vor sich. Damit rückt das Problem der Erwerbsminderung und -unfähigkeit in den Vordergrund. Wer krank ist, der ist von Arbeitslosigkeit und Armut bedroht. Unsere Leistungsgesellschaft folgt der Philosophie, dass nur der, der arbeitet, auch ein Recht auf ein gutes Leben hat. Vermögende werden in unserem Gesundheitssystem bevorzugt behandelt, und zahlen nicht einmal in die gesetzlichen Krankenkassen ein. Sie können sich in ihrer Freizeit besser regenerieren und für Körperpflege mehr Geld ausgeben. Wer mehr Geld hat, ist in der Regel schneller wieder gesund. Berufstätige Frauen besitzen eine höhere sog. Bewältigungskompetenz und bessere sog. Bewältigungsstrategien bei Belastungen aller Art. Ihre Resilienz, ihre gute Gesundheit macht sie zu dem, was sie sind. Gesundheit und finanzielle Sicherheit stehen in einer engen Wechselbeziehung zu einander.
Aber jeder Kranke steht unter Generalverdacht, stinkfaul zu sein, und es sich auf Kosten anderer nett zu machen. Nun sind Kranke doppelt gestraft, denn sie leiden unter ihrer Krankheit und gut leben dürfen sie auch nicht. Vater Staat hat eine komplexe, sogenannte Sozialpolitik hervorgebracht, die alles tut, um sich davor zu drücken, sich um die kranken Mitglieder der Gesellschaft so zu kümmern, dass sie am allgemeinen Leben und Wohlstand teilhaben können. Zwar gibt es mittlerweile viele Initiativen für ein barrierefreies Leben, was Körperbehinderten zugute kommt, aber psychisch Kranke sind immer noch allein gelassen und obendrein stigmatisiert. Wenn es stimmt, dass Männer Frauen psychisch krank machen, dann wären Männer noch viel unmittelbarer an Frauenarmut beteiligt, als bisher gedacht. Weiterlesen „Machen Männer Frauen krank? – Die wahren Zusammenhänge von Gesundheit, Familienstand und Arbeit“