Bemerkenswert

Gibt es menschliche Rassen? Von Zeugung, Erziehung, Zucht und Züchtigung.*

Das Interview „‚Wir waren alle mal schwarz'“ mit dem Untertitel „Der Zoologe Martin Fischer und der Paläogenetiker Johannes Krause erklären, wieso es keine menschlichen ‚Rassen‘ gibt – und warum die Angst vor einer ‚Überfremdung‘ falsch ist“ von Felix Hütten (Süddeutsche Zeitung Online vom 24.11.2019) sowie der Artikel „Gibt es menschliche Rassen“ von Jörg Albrecht (FAZ Online vom 17.11.2015), die beide sehr lesenswert sind, waren für mich Anlass mich einmal zu diesem brisanten Thema zu äußern, denn beide lassen leider einen wesentlichen Punkt vermissen, nämlich die Zucht des Menschen durch den Menschen im Patriarchat.

Natürlich haben wir unterschiedliche Gene: die Afrikaner haben einen wesentlich geringeren Neanderthaler-Anteil [1], den Europäern fehlt überwiegend das Denisova-Gen. Den Männern fehlen ca. 1000 Gene auf dem Y-Chromosom, und wir sehen alle anders aus, was ja in den Genen festgelegt ist. Aber das ist auch egal, denn wir teilen alle dasselbe angeborene Sozialverhalten, die MATRIFOKALITÄT. Sie hat in der Urgeschichte dafür gesorgt, dass wir uns friedlich vermischten! Denn Matrifokalität macht neugierig auf Menschen mit anderen Genen. Dieses Verhalten ist evolutionär durch die Sexuelle Selektion (nach Darwin), auch Female Choice genannt, abgesichert und dient auf natürliche Weise der Auffrischung des Gen-Pools.

Der Rasse-Begriff soll für Menschen keine Anwendung mehr finden. RASSEN beschreiben aber weniger natürliche Unterschiede, als vielmehr ZUCHTMERKMALE, die durch aufgezwungene Isolation und künstliche Selektion entstehen. Leider gehören auch wir Menschen inzwischen zu solchen Zuchtrassen, und zwar seit ca. 8000 Jahren. Das sind die patrilinearen STÄMME, die die Gesamtheit aller patriarchal lebenden Menschen bilden.

Erst durch das gewaltsam installierte PATRIARCHAT kam die Idee der Rasse auf. Männer begannen Tiere zu züchten, indem sie weibliche Tiere festbanden und so ermöglichten, dass ausgesuchte männliche Tiere sie vergewaltigen konnten. Dabei produzierten sie nicht nur bestimmte Merkmale, sondern auch eine Überbevölkerung der Tiere, und wurden dadurch zu Kapitalisten (lat. Caput=Kopf).
Dieses viehnomadische Vorbild wenden Männer bis heute auch auf Frauen an. Sie produzier(t)en auf diese Weise die Überbevölkerung der Menschheit, den Hauptgrund für Migration. Bei der Menschenzucht, die mit der gewaltsamen Installation der Vaterschaft begann, kann noch der Großvater Einfluss auf die genetische Zusammensetzung seiner Enkelkinder nehmen, indem er seine Tochter zwangsverheiratet, oder sie so erzieht (das Wort Erziehung stammt von Zucht ab, das Wort Vater bedeutet indoeurop. „Hirte“ und „Führer“), dass sie „freiwillig“ nach seinem Willen handelt. Die Töchter haben sich wählen zu lassen, von Söhnen anderer Männer, die „standesgemäß“ sind. Die Rassenlehre treibt das Patriarchat auf die Spitze, indem bewusst nur innerhalb der Ethnie/des Stammes geheiratet werden darf.
Wenn wir uns ansehen, wie das Patriarchat in Mitteleuropa entstanden ist (siehe Marburger Vortrag), nämlich durch die Migration gewaltbereiter Viehzüchternomaden, dann ist gut vorstellbar, dass Menschen am Ende der Jungsteinzeit panische Angst vor Einwanderung bekommen hatten. Denn in dieser Zeit der Entstehung des Patriarchats war sie meist mit (Massen)mord und Totschlag zum Zwecke der Vergewaltigung und Entführung der Frauen verbunden (wiss. Nachweise im Vortrag). Ist diese Angst möglicherweise traumatogen epigenetisch verankert worden, und haben deshalb so viele Menschen Angst vor Flüchtlingen?
Wenn auch die meisten in friedlicher Absicht und aus echter Not kommen, und ihnen geholfen werden muss, ist die Angst vor ihnen leider immer noch nicht völlig unberechtigt, denn immer noch wandern überwiegend Männer ein, und zwar aus Ländern mit einer extrem frauenfeindlichen Mentalität und entsprechender Überbevölkerung. Unsere feministischen Errungenschaften werden plötzlich wieder infrage gestellt, wenn z.B. Schulleiter Mädchen verbieten, kurze Röcke zu tragen, damit sie die männlichen Mitschüler nicht reizen, oder wenn das Kopftuch bei Kindern erlaubt bleibt und das Gesetz sogar Polygamie zulässt. Das alles zu kritisieren ist kein Rassismus, sondern radikale Patriarchatskritik, die Rassismus- und Sexismuskritik beeinhaltet. Dazu kommt der patriarchale Backlash als Reaktion auf die berechtigten und legitimen Autonomiebestrebungen der Mütter: Politikerinnen, die auf Druck gewaltbereiter Vaterrechtler Gesetze verabschieden, die alleinerziehende Mütter und deren Kinder aushungern und an den Kindsvater fesseln, selbst, wenn er gewalttätig ist oder keinen Cent bezahlt. RichterInnen, die in Täter-Opfer-Umkehr Müttern das Sorgerecht entziehen, weil sie vor Gericht seine Gewalt thematisiert.


Rassismus und Diskriminierung hat viele offensichtliche Gesichter, aber alle Aufklärung war bislang erfolglos. Eine wesentliche Grundannahme, die zum normalen Leben der weitaus meisten Menschen gehört – ein Dogma – bewirkt, dass in der Mitte der Gesellschaft ein latenter Rassismus vorhanden ist, aus dem immer wieder schamloser und gewalttätiger Rassismus aufblüht. Wir können mit dem heutigen Wissen den Rassisten den Wind endgültig aus den Segeln nehmen, weil deren menschenverachtende Haltung und Argumentation auf als falsch erkannten evolutionären Annahmen basiert. Aber alle gutgemeinten Artikel thematisieren das noch zu benennende Dogma leider nicht, sie gehen nicht an die Wurzel. Darum sind unterem Anderem die Wirkungen der Female choice bei Rassisten gänzlich unbekannt: Es hat zum Beispiel absolut nichts mit Epigenetik zu tun, wenn Neonazis Angst haben, dass Ausländer ihnen die Frauen wegnehmen könnten, als wären die Frauen irgend jemandes Besitz! Das ist in der Tat reinster Rassismus, aber es ist auch immer Sexismus. Sexismus ist der Ur-Rassismus.

Es ist erfreulich, dass sich Wissenschaftler zu der fatalen Idee der Rasse äußern. Mir fällt aber auf, dass keinem Wissenschaftler wirklich bewusst ist, dass wir Menschen uns selber züchten. Nicht nur Nazis wollen Menschen züchten. Ganz normale Bürger beteiligen sich sogar aktiv daran, ohne es zu wollen: Weiterlesen „Gibt es menschliche Rassen? Von Zeugung, Erziehung, Zucht und Züchtigung.*“

Live: Der Zusammenbruch einer Zivilisation

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Ein kluger Artikel auf FAZ-online über die wahren Hintergründe des Syrienkonflikts beschreibt, dass es nicht um Menschen geht, weder auf amerikanischer noch auf russischer, chinesischer, ja nicht einmal auf syrischer Seite selbst. Syrien ist strategischer Raum, die Menschen sind denen da oben schnurzpiepegal. Soweit geht die Analyse der FAZ, aber leider nicht weiter.
Die Menschen in Syrien sind lästig, sie stören. Also weg damit. Warum gibt es kein echtes Erbarmen? Das Problem ist hausgemacht, denn der Mensch wäre dort sowieso längst nicht mehr, hätte es keine Schaf-, Ziegen- und Rinderherden gegeben. Syrien ist ein menschenfeindliches Land und zwar schon seit mehreren tausend Jahren, denn Syrien ist eine Steppe an der Schwelle zur Wüste. Nur an wenigen Flussoasen ist Landwirtschaft möglich. Dürren sind auch hier eine stete Bedrohung und die menschengemachte Erosion geht voran. Mehr als Massentierhaltung auf spärlichem Gras geht dort nicht, und diese wurde von Beginn an von Patriarchen betrieben. Die aktuellen Ereignisse zeigen, dass auch das nur eine Episode, ein kurzes Aufbäumen gegen Mutter Natur bleiben kann. Das Land ist dem Untergang geweiht, nicht trotz, sondern wegen des Patriarchats.

In Syrien erleben wir live den selbstverantworteten Zusammenbruch einer patriarchalen Zivilisation, ein Schicksal, das in der Vergangenheit alle patriarchalen Zivilisationen irgendwann geteilt haben. In Syrien gab es vor 6000 Jahren noch lebensfreundliche Gegenden, von denen kulturelle Impulse ausgingen, doch sie waren klimatisch dem Untergang geweiht. Statt dass sich die Bevölkerung auf natürlichem Wege gesund schrumpfte, statt dass die Menschen weniger wurden, wurden sie immer mehr. Mehr als je zuvor, auch trotz der damals schon stattfindenden Migrationen.
Wie konnte das passieren? Wo vorher noch alles allen, nämlich der matrilinearen Sippe gehörte, begannen nun Männer, Brüder die wenigen Haustiere und das Land an sich zu reißen. Und die Tiere wurden immer mehr. Es wurden daher mehr Männer gebraucht, Arbeitskräfte, auf die sie sich verlassen konnten, die ihnen ihrerseits die Tiere nicht stahlen und sie auch im Alter nicht im Stich ließen. Aber sie hatten ganz am Anfang keine Söhne, jeder Mann kannte nur seine Mutter und seine Geschwister. Die Patrilinearität, die bis dahin völlig unbekannt war, musste also hergestellt werden. Das war der Beginn des Patriarchats. Nur, dazu brauchte es Frauen. Aber woher nehmen, wenn nicht stehlen? Und so standen am Beginn des Patriarchats Entführungen und Vergewaltigungen. Die Sexualität der bis dahin freien Frau wurde fortan unterdrückt, denn nur so konnten die Männer ihrer Söhne habhaft zu werden. Nichts anderes erleben wir bis heute, nicht nur mit Boko Haram oder dem sog. IS.

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Mit dem Patriarchat veränderte sich das Sozialgefüge, bei dem einst die Sorge für Mütter und Kinder (also aller) im Mittelpunkt stand (Matrifokalität), grundlegend und nachhaltig. Die Sorge der patriarchalen Familie dreht sich um das Wohl der männlichen Mitglieder. Frauen helfen sich daher kaum noch gegenseitig, sie sind ja auch nicht mehr blutsverwandt. Sie werden nicht nur für das sexuelle Wohlergehen des Mannes verantwortlich gemacht. Seit Beginn des Patriarchats mussten Frauen Ehemännern im Jahresrhythmus Kinder schenken, die auch erwachsen wurden. Die Ernährung mit Milch und Fleisch machte es möglich. Söhne waren und sind bis heute bevorzugt. Töchter oder Ehefrauen waren und sind zu teuer, die Frauen waren und sind „unwillig“, die Mütter waren und sind überfordert, Frauenhass machte sich breit.

Riesige Viehherden durchstreiften nun mit ihren Pastoren, den Viehhirten, das Land, die Frauen im wahrsten Sinne des Wortes immer im Schlepptau. Die Überweidung durch das Viehnomadentum erreichte jeden Winkel, die Erosion des nahm ihren Lauf. Auf der Suche nach brauchbarem Grasland oder neuen Frauen prallten die Patriarchen immer wieder aneinander, der Krieg, die organisierte Gewalt, war erfunden und endet bis heute nicht. Um Gras und Frauen geht es heute nur noch den Männern auf der Straße. Den Mächten geht es um Rohstoffe, Zugänge und Durchgänge.

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Mehr als ein wenig Viehwirtschaft, Handel und Tourismus lässt sich in Syrien, genau genommen im gesamten Nahen und Mittleren Osten, nicht betreiben. Wo also sollen jetzt all die Menschen hin, die aus den Städten vertrieben werden? Viehherden haben sie schon lange nicht mehr, ihre Geschäfte und Handelswege sind zerbombt, Touristen kommen nicht mehr. Die Menschen sind obdachlos und den Regimes sind sie völlig schnuppe. Das syrische Regime und Putin sind froh, wenn sie endlich alle tot oder vertrieben sind. So dachten schon die Herrscher in der Antike. Mit Sintfluten und Naturkatastrophen befreite sich der assyrische, der hethitische und der abrahamitische Gott, allesamt sog. Wettergötter, von der lästigen und als zu laut empfundenen Bevölkerung, genauso können wir es nachlesen. Dabei hatten sich eben diese Wettergötter vorgenommen, ihre „Schäfchen“ zu stillen. Kriege wurden auf diese Weise legitimiert, allerdings nicht weniger leise. Das Versagen und die Unfähigkeit der Götter und der Herrscher in ihrem Versprechen, wie eine Mutter für die Menschen zu sorgen, macht sich an allen Ecken und Enden bemerkbar.

Wenn alle tot gebombt sind, könnte es sich Assad in seinem Palast gemütlich machen… aber dann werden die Potentaten aus Russland, China oder den USA ihn nicht mehr brauchen und erledigen. Die brauchen nur das pure Land, das sie bequem als strategisches Gebiet zur Eroberung der Welt nutzen wollen. Das Patriarchat in Reinkultur kümmert sich nicht um Menschen, sondern um den Profit. Kümmert es sich ausnahmsweise doch einmal um Menschen, z.B. um Assad oder um alleinerziehende Mütter, dann nicht bedingungslos und schon gar nicht uneigennützig. Aber das Öl wird irgendwann alle sein. Vielleicht versuchen die Scheichs, in Europa einen islamischen Staat aufzubauen, damit sie am Ende des Ölzeitalters hier weitermachen können.

Es wäre klug, den Menschen, die zu uns kommen, auch diese Zusammenhänge zu erklären. Die Weisheit von Mutter Natur wird den patriarchalen Menschen völlig von Mutter Erde verbannen. Die Mächtigen haben längst begonnen, den Menschen auf den Mond zu schießen.

Female choice – unser unbekanntes Menschenrecht


Buschleute San
Inhaltsangabe. Ganzer Artikel auf meiner Homepage. Es ist die Frau, die wählt. Diese sog. female choice ist das oberste Naturgesetz der Evolution. Sie ist auch das Erfolgsgeheimnis der menschlichen Evolution, unseres Menschseins, denn sie bedingte die Zusammenarbeit beider Geschlechter in der Sippe, in der die Mütter und Kinder stets im Zentrum der Fürsorge standen. Die female choice als Basis dieser Kooperation kommt daher nicht der Frau allein zugute, sondern allen Menschen. Sie ist nicht nur ein Frauenrecht, sondern ein echtes Menschenrecht, und die Männer täten auch im eigenen Interesse gut daran, sie zu achten. Die Unterdrückung der female choice macht das Patriarchat und seine Folgen erst möglich. Die Erforschung des Patriarchats ist in diesem Sinne Ursachenforschung. Sie liefert die Antwort auf die Frage, warum ausgerechnet der Mensch, der für sich in Anspruch nehmen kann, eine besonders intelligente und soziale Tierart zu sein, Kriege führt, und sich mit psychischen Problemen, Zivilisationskrankheiten und Epidemien herumschlagen muss. Diese Probleme betreffen andere Arten auch nur dann, wenn der Mensch sie aus ihrem artgerechten Leben reißt. Auch keine andere Tierart neigt zu Überbevölkerung oder hat Umweltprobleme ausgelöst, die es in seiner Existenz bedrohen. Die Überbevölkerung ist die unmittelbarste Folge der Unterdrückung der female choice und erst in zweiter Linie mit einigem Abstand Folge der landwirtschaftlichen Überproduktion. Letztere war wiederum nur wegen der steigenden Bevölkerungszahlen möglich geworden. Sämtliche menschengemachte Probleme, mit denen die Weltgemeinschaft heute zu kämpfen hat, sind daher ursächlich mit der Unterdrückung der female choice bzw. dem Patriarchat in Verbindung zu bringen. Im folgenden Artikel erläutere ich diese Feststellung anhand der vielen Funktionen und unterschiedlichen Formen der female choice, unserem Menschenrecht, von dem nur Wenige wissen.
Ganzer Artikel auf meiner Homepage.

Mein Kommentar zu einem Biologismus-Vorwurf in einem Blog:

Wie wollen wir z.B. einem Erdogan (Quelle) entgegentreten, der die Gleichberechtigung für unnatürlich hält? Oder den Maskulisten, die das auch behaupten?
Wenn wir ihnen mit nichts weiter als Gender und Feminismus entgegentreten, also ideologischen Konzepten, dann haben wir in Wahrheit NICHTS und nochmal NICHTS entgegenzusetzen! Dann steht Aussage gegen Aussage. Ideologie gegen Ideologie. Dann gibt es den Krieg, den wir jetzt haben.

Mir kommt es darauf an, das anthropologische Wissen zu verbreiten, dass GLEICHBERECHTIGUNG DURCH UND DURCH BIOLOGIE IST. Die female choice sorgt auf natürliche Weise dafür. Die Natur ist nicht biologistisch und sie benachteiligt weder Frauen noch Männer. Das Pfund mit dem wir also wuchern können, unser selbstbewusstes Frau- und Muttersein, verunglimpfen die Gendermainstreamer als biologistisch und machen sich damit genaugenommen Erdogan gleich.
Wenn Gleichberechtigung nur eine kulturelle Errungenschaft wäre, dann bestünde keinerlei Hoffnung, dass wir jemals weltweit zu ihr zurückfinden. Denn Kultur wird im Patriarchat immer über die Natur gestellt, und nur daraus bezieht das Patriarchat seine Energie. Es zieht seine Energie aus der Unterdrückung der female choice.

Die HEILIGE HOCHZEIT der babylonischen Zeit ist dafür DAS Symbol schlechthin. Es geht in diesem Ritual um die Aneignung sog. weiblicher Macht (vermeintlicher Macht, denn Patriarchen können nur in dieser Kategorie denken) mit dem Mittel der Unterdrückung der female choice, dies öffentlich im Staatsritual mit einer Vergewaltigung zur Schau gestellt. Das Ritual finden wir heute verweltlicht in der Prostitution, in den Kriegsvergewaltigungen, in sexuellem Missbrauch etc.. „Sperma Care“ ist in diesem Sinne nichts weiter als das Dafür-Sorge-Tragen, dass der Mann weiterhin die Oberhand behält.
In meinem Buch „Der Gott im 9. Monat“ http://www.amazon.de/dp/3738639012 habe ich beschrieben, dass es dem Patriarchen darum geht, sich die Natur der Frau einzuverleiben, um die Allmacht zu erringen, die Unsterblichkeit, die Macht über Leben und Tod. Das versucht er nicht nur mit Unterdrückung zu erreichen, sondern auch damit, dass er der Frau das Frau- und Muttersein madig macht. Was uns keine Freude mehr bereitet, kann der Patriarch ergreifen und seine Willkür darüber ausüben. Begreifen wir doch endlich wie KOSTBAR unsere Fähigkeiten sind, so kostbar, dass die Patriarchen in ihrem Gebärneid sie uns wegnehmen wollen! Und ziehen wir uns nicht selbst gegenseitig herunter in vorauseilendem Gehorsam gegenüber dem Patriarchat.
Erdogan will uns auf die Mutterrolle zurückwerfen, schreibt der SPIEGEL. Das ist Gender-Soziologen-Vokabular, aber MUTTERSEIN IST KEINE ROLLE. Diesem Irrtum sind doch auch Erdogan und seine patriarchalen Ahnen schon erlegen, nur drückt er es weniger intellektuell aus. Mütter spielen buchstäblich weder im Patriarchat noch sonst wo eine Rolle. Wir befinden uns aber sprichwörtlich im falschen Film. Das habe ich in meinem Text ausgeführt. „Rolle“ ist ein moderner Begriff für „Gefäß“, dieses Wort wurde einst dafür benutzt. Aber eine Mutter ist kein Gefäß, in das ein Embryo vom Mann hineingepflanzt wird, kein Gefäß, das nach der Geburt leer ist und weggeworfen werden kann…kein Anhängsel, das nach der Geburt das Kind dem Patriarchen schenkt, überlässt, aushändigt, ausliefert.
Ein Topf wird nach dem Kochen abgewaschen und in den Schrank gestellt, ein Topf wird BENUTZT, so wie ein Schauspieler eine Rolle „spielt“, weil es anderen gefällt.

MutterSEIN in der matrifokalen Sippe, also unter Wahrung der female choice, bedeutet in erster Linie Glück und Selbstbestimmung. Dieses Glück vererbt sich direkt und epigenetisch auf die Kinder. Matrifokalität bringt keine frustrierten jungen Männer hervor, die Bomben werfen, oder unglückliche Frauen, die sich prostituieren müssen. Keine Frau MUSS unter Matrifokalität Mutter werden, keine Lesbe, kein Schwuler wird diskriminiert, sondern sie werden aufgefangen und in der Sippe geliebt und gebraucht. Welcher Mann sich darum reißt, mit Kindern leben zu wollen, wird nicht als Väterrechtler per Gericht einer Mutter die Kinder wegnehmen können, sondern findet in der Sippe ausreichend Betätigungsfelder, die ihn keinen Cent kosten. Ebenso ist sexueller Frustration vorgebeugt, weil niemand ein Treuegelöbnis leisten muss. Treue findet in der Sippe statt, auf natürliche Weise, durch verwandtschaftliche Bindung, durch sich gegenseitiges Versorgen. Die Sexualität ist davon völlig getrennt und braucht keine Treue. Frauen und Kinder sind in der Sippe vor Übergriffen geschützt, weil keine Ideologie Tätern Rückhalt gibt, und weil die Sippenmitglieder füreinander Verantwortung empfinden.

Schon heute leben sog. alleinerziehende Mütter vor, dass es die natürlichste Sache der Welt ist, nicht von einem Mann abhängig zu sein. Sie erleben den Rückhalt ihrer Mütter und Schwestern, sind also gar nicht allein, und werden es nie wieder sein. Reich wird frau so vielleicht nicht, aber zufrieden. Wenn nur die nächste Generation es genauso macht, sind wir auf einem guten Weg.